Segel-Kunstflugzeuge

 

Schempp-Hirth Discus K

 

 

Der Discus K entstand 1988 als Versuch, das bewährte Standardklasse-Flugzeug Discus auch für den Kunstflug nutzbar zu machen.
Die Aussenflügel waren ab dem Querruderende abnehmbar und wurden durch kurze "Ohren" ersetzt, die ein symmetrisches Profil und stark negative V-Form hatten. Damit verkleinerte sich die Spannweite auf 13,7m. So erreichte man sichere Lastvielfache von +7 / -5 und erhoffte sich eine bessere Rollrate.

Die Kunstflugeigenschaften des Discus K erwiesen sich jedoch als ziemlich enttäuschend.
Ähnlich wie zehn Jahre früher beim erfolglosen "Acroracer" von DG, hatte man übersehen, dass zu einem guten Kunstflugzeug mehr gehört als nur ausreichende Belastbarkeit. Vor allem die Rückenflugleistungen waren für den "höheren" Kunstflug unakzeptabel. Die mit dem Profil des Discus im Rückenflug erreichbaren Auftriebsbeiwerte liessen keine negativen Figuren zu und im unbeschleunigten Rückenflug lag die Mindestgeschwindigkeit nur knapp unter 140km/h mit der unangenehmen Tendenz in einen Rücken-Sackflug zu gehen.
Auch die Rollwendigkeit liess zu wünschen übrig und war deutlich schlechter als z.B. die des Salto.

Aus diesen Gründen wurde der Prototyp mit wieder festgeharzten Flügelenden bald darauf als "normaler" Discus verkauft.

Technische Daten

Spannweite 13,7m
Länge 5,68m
Gleitzahl 38
geringstes Sinken 0,7m/s
Lastvielfache + 7,0/-5,0
Höchstgeschwindigkeit VNE 270km/h

 

M. Echter, 09-2003