Segel-Kunstflugzeuge

 

Rubik R-17 Móka

 

Die Móka wurde während des 2. Weltkriegs in Ungarn von Ernö Rubik speziell für den Kunstflug entworfen. Wie das Äussere bereits erkennen lässt, orientierte sich Rubik stark am DFS Habicht, dem bis dahin einzigen voll kunstflugtauglichen Segelflugzeug. Bemerkenswert ist das für einen konventionellen Holzflügel sehr dünne (12%) Profil. Anders als der Habicht hatte die Móka zusätzlich zur Kufe ein festes Rad, offenbar um das Handling am Boden und den Start zu vereinfachen. Als Landehilfe hatte sie DFS Bremsklappen, die nach oben und unten ausfuhren. Wie die meisten ungarischen Segelflugzeuge dieser Zeit war die Móka nach der deutschen Bauvorschrift (BVS) von 1939 ausgelegt; daher die hohe Maximalgeschwindigkeit.
Wegen der politischen Situation in Ungarn nach Kriegsende konnte die Flugerprobung der Móka erst 1949 begonnen werden. Der Prototyp ging beim Nachweis der Maximalgeschwindigkeit durch Flattern zu Bruch. Laut dem Buch "The World's Sailplanes" von 1958 wurden von der Móka insgesamt drei Exemplare gebaut. Dagegen erinnert sich der ungarische Kunstflieger Sándor Katona, dass nach dem Verlust des Prototyps die Fertigung der Móka eingestellt wurde.
Die obige Risszeichnung ist leider die einzige verfügbare Abbildung der Móka. Brauchbare Fotos konnte ich nicht finden.

 

Technische Daten

Spannweite 13,0 m
Länge 6,50 m
Flügelfläche 16,0 m²
Profil NACA 23012
Rüstmasse 280 kg
Flugmasse 370 kg
Höchstgeschwindigkeit (ruh. Wetter) 400 km/h
beste Gleitzahl 22,4 bei 93 km/h
geringstes Sinken 0,88 m/s bei 74 km/h
Mindestgeschwindigkeit VS 65km/h

Quellen:
1. The World's Sailplanes, Vol.1, 1958
2. Persönliche Erinnerungen von Sándor Katona

 

M. Echter 04-2012