
Segel- Kunstflugzeuge
IS-4 Jastrzab (Habicht)


Zwei Exemplare des Jastrzab aus dem polnischen Luftfahrtmuseum in Kraków (Krakau)
Das polnische
Gegenstück zum DFS-Habicht entstand Ende der 1940er Jahre im
Instytut Szybownictwa (I.S.) unter der Leitung von J. Niespal und
wurde 1952/53 in etwa 40 Exemplaren gebaut. Der Schulterdecker
mit zweiteiligem Knickflügel war eine konventionelle
Ganzholz-Konstruktion und nach den damaligen polnischen
Bauvorschriften für "unbegrenzten" Kunstflug
zugelassen. Dazu gehörte auch die Fähigkeit zu Sturzflügen bis
zur Endgeschwindigkeit.
Die beiden in der damaligen DDR geflogenen Jastrzab waren jedoch
schon 1964 auf eine Höchstgeschwindigkeit von 280km/h limitiert.

Dr. Günther Ambros, einer der bekanntesten ostdeutschen Segelkunstflieger vor einem Jastrzab
der ex-GST
Die beiden ostdeutschen Exemplare des Jastrzab (DM-4000 und DM-4001) flogen bis 1968 und blieben erstaunlicherweise erhalten, sind jedoch nicht mehr flugtüchtig.
Technische Daten
| Spannweite | 12,0m |
| Länge | 6,25m |
| Flügelfläche | 12,0m2 |
| Profil | NACA 2418/2412 |
| Leermasse | 240kg |
| Flugmasse | 357kg |
| Flächenbelastung | 29,7kg/m2 |
| Lastvielfache | + 7,0/-4,0 |
| Manövergeschwindigkeit VA | 164km/h |
| Höchstgeschwindigkeit VNE | 450km/h (bei ruh. Wetter) |
| beste Gleitzahl | 20,2 bei 87km/h |
| geringstes Sinken | 1,04m/s bei 70km/h |
M. Echter, 08-2003