Segel-Kunstflugzeuge

 

 

DG 200 Acroracer

 

 

1978 entstand aus der DG 200 der "Acroracer".
Die Idee war, die DG 200 mit abnehmbaren Flügelenden und 13,1m Spannweite für den Wettbewerbskunstflug und mit 15m-Flügel als normales Rennklasse-Segelflugzeug anzubieten.

Der Acroracer erwies sich jedoch als Fehlkonstruktion. Ein Blick auf das verwendete Flügelprofil hätte eigentlich genügen sollen, um sich die Mühe zu sparen. Das Wortmann-Wölbklappenprofil galt zwar damals zu recht als die beste Wahl für den Streckenflug, aber im Rückenflug waren die Flugleistungen ausgesprochen mangelhaft. Trotz negativer Klappenstellung konnten keine negativen Figuren geflogen werden.

 

Das einzige Exemplar des Acroracer ging noch im selben Jahr (1978) bei einem Unfall in Schupfart verloren. Christian Schweizer, damals unbestrittene Nr.1 der Schweiz im Kunstflug mit und ohne Motor, war zum Testen des Acroracers eingeladen worden. Im Rückenflug, in nicht allzu grosser Höhe, blockierte anscheinend die Steuerung, und Christian musste mit dem Fallschirm abspringen. Er blieb glücklicherweise unverletzt, obwohl sich sein Schirm erst im letzten Augenblick öffnete.

 

Technische Daten (Akro-Version)

Spannweite 13,1m
Länge 7.0m
Flügelfläche 9,25m2
Profil Wortmann
FX-67-K-170/K-150
Flugmasse 360kg
Flächenbelastung 38,9kg/m2
Höchstgeschwindigkeit VNE 290km/h
Gleitzahl 37 bei 106km/h

Quelle: Aerokurier 8/78

 

M. Echter 11-2005