
Segel-Kunstflugzeuge
Cirrus-K


Der Cirrus-K entstand Ende der 1980er auf Initiative
von Wilhelm Düerkop, in deutschen Kunstfliegerkreisen besser bekannt als
"Der Salzmann".
Es handelt sich dabei um einen weitgehend modifizierten Standard-Cirrus. Die
Spannweite wurde auf 12,6m "gestutzt" und die Querruder vergrössert.
Das Pendel-T-Leitwerk des Originals ist durch ein Kreuzleitwerk mit erheblich
vergrössertem Höhenleitwerk ersetzt. Die grösseren Leitwerksmomente erforderten
umfangreiche Verstärkungen der Rumpfröhre.
Es wurden 2 Exemplare des Cirrus-K gebaut
(D-4747 und D-3092), die sich durch unterschiedlich grosse Querruder
unterscheiden.
Eine ursprünglich geplante Kleinserie kam nicht zustande.
Seit vielen Jahren stellt Wilhelm Duerkop den D-4747 dem Förderverein
Segelkunstflug zur Verfügung. Dort wird er vor allem in der Advanced eingesetzt.
Der D-3092 gehört Wilhelms Neffen, Wolfgang Seitz, und wird fast nur von ihm privat
geflogen.
Wie die meisten Modifikationen hat auch der Cirrus-K einige "Macken".
Dazu gehört ein etwas zu empfindliches Höhenruder, das in positiven Abfangmanövern
sehr feinfühlig bedient sein will.
Das Flügelprofil bringt im Rückenflug nur relativ wenig Auftrieb. Deshalb müssen
Rückenkurven und negative Abfangbögen mit viel Fahrt geflogen werden.
Ironischerweise liegt das daran, dass Klaus Holighaus seinerzeit das original
Wortmann-Profil für bessere Schnellflugleistungen abgeändert hat (weniger gewölbte Unterseite).
Das ursprüngliche Profil, das z.B. bei der ASK 21 verwendet wird, hat dagegen
ausgesprochen gute Rückenflugleistungen.
Technische Daten
| Spannweite | 12,6m |
| Länge | 6,4m |
| Flügelprofil | Wortmann FX S-02-196 mod. |
| max. Flugmasse | 330kg |
| Lastvielfache | +7,0/-5,0 |
| Manövergeschwindigkeit VA | 178km/h |
| Höchstgeschwindigkeit VNE | 290km/h |
Update: M. Echter, 04-2006