Segel-Kunstflugzeuge

 

 

LET L-13 Blanik

 

Der 1956 entstandene Blanik war bis zum Erscheinen der ASK 21 der wichtigste Doppelsitzer für die Kunstflugschulung. Er war in den früheren Ostblockstaaten das meistgeflogene Schulungssegelflugzeug und wurde in mehreren hundert Exemplaren gebaut. Der Blanik hat eine Ganzmetallstruktur, lediglich die Steuerflächen sind mit Stoff bespannt. Er hat wirksame Luftbremsen und Fowler-Klappen, die ihm gute Langsamflug-Eigenschaften verleihen. Das gefederte Rad ist teilweise einziehbar.

Für den "höheren" Kunstflug ist der Blanik nur einsitzig, d.h. bis zu einem Fluggewicht von 400kg zugelassen.

Technische Daten

Spannweite 16,2m
Flügelfläche 19,15m2
Profil NACA 632 A-615
Leermasse 292kg
Flugmasse 500kg
Flächenbelastung 26,1kg/m2
Lastvielfache bei M=500kg +5,0/-2,5
Höchstgeschwindigkeit (ruh. Wetter) 240km/h
Gleitzahl 28 bei 93km/h
Sinkgeschwindigkeit 0,84m/s bei 83km/h

 

 

1997 kam eine "Vollakro"-Version des Blanik heraus unter der Bezeichnung L-13 AC Blanik Full Acro.
Die Spannweite ist auf 13,85m verkürzt und das Seitenleitwerk durch einen Kiel auf dem Rumpfrücken vergrössert.
Das etwas höhere Leergewicht deutet auf strukturelle Verstärkungen hin.

 

 Technische Daten:

Spannweite 13,85m
Flügelfläche 17,4m2
Leermasse 305kg
Flugmasse 500kg
Flächenbelastung 28,7kg/m2
Lastvielfache +6,3 / -4,0
Höchstgeschwindigkeit VNE 230km/h
Gleitzahl 26

 

M. Echter 10-2003