CIVA-Meeting 2009

Die Vollversammlung der FAI-Kunstflugkommission (CIVA) fand dieses Jahr am Wochenende 17. / 18. Oktober in Oskosh (USA) statt.
Gastgeber waren die im International Aerobatic Club organisierten amerikanischen Kunstflieger.
Hier die für den Segelkunstflug bedeutsamen Ergebnisse:

1. Internationale Meisterschaften
Im kommenden Jahr wird es erstmals eine Segelkunstflug-Weltmeisterschaft in der Kategorie "Advanced" geben. Finnland hat die Ausrichtung übernommen.
Da es aber Zweifel gibt, ob zu dieser ersten Advanced WM auch genug Piloten kommen werden, soll parallel dazu am selben Ort die 10. Segelkunstflug-Europameisterschaft (Unlimited) ausgetragen werden.
Termin: 17.-24. Juli
Ort: Jämijärvi, Finnland. Jämi ist einer der ältesten Segelflugplätze in Finnland und bietet für die Ausrichtung derartiger Meisterschaften eine sehr gute Infrastruktur. Es liegt etwa 250km nordwestlich von Helsinki.
Chief Judge wird übrigens wieder unser Philippe Küchler sein.

2. Internationale Segelkunstflug-Leistungsabzeichen
Ab 2010 vergibt die FAI Diamanten zum Segelkunstflug-Leistungsabzeichen Gold analog den Diamanten zum Streckenflug-Leistungsabzeichen.
Einen Diamanten gibt es für die Platzierung unter den ersten 50% der Teilnehmer bei einer Welt- oder Kontinentalen Meisterschaft und mindestens 65% der erreichbaren Maximalpunktzahl.
Für zwei Diamanten sind die Platzierung unter den ersten 25% der Teilnehmer und mindestens 70% der Maximalpunkte gefordert.
Drei Diamanten gibt es für einen der ersten sechs Ränge in der Gesamtwertung und mindestens 75% der Höchstpunktzahl.

3. Änderungen beim internationalen Reglement
   Hier gibt es zwei Neuerungen:
   Um die sattsam bekannten Debatten darüber zu beenden, ob eine für die Unbekannten vorgeschlagene Figur "unsafe" ist oder nicht, kann künftig ein
   Team oder ein einzelner Teilnehmer innerhalb von 30 Minuten gegen eine bestimmte Figur Einspruch erheben, falls man überzeugt ist, die betreffende
   Figur könnte die Betriebsgrenzen von teilnehmenden Segelflugzeugen überschreiten.
   Sofern die Internationale Jury dem Einspruch stattgibt, muss das vorschlagende Team die Figur entweder abändern oder durch eine andere ersetzen.

   Bislang musste ein Punktrichter, der überzeugt war, dass er in einem Loop-Bogen oder in einem Rollenkreis einen Strömungsabriss (Stall) erkannt hatte,    dafür eine Hard Zero (HZ) geben.
   Weil es sich dabei jedoch um eine Wahrnehmungsfrage (matter of perception) und nicht um eine eindeutig beweisbare Tatsache handelt (matter of fact),
   ist künftig in diesem Fall die Note 0,0 (Soft Zero) zu geben.

6. Bekannte Pflichten 2010

Hier die Bekannte Unlimited:

 

 

Und hier die Bekannte Advanced:

 

M. Echter, Oktober 2009

<

 

back