
Schweizermeisterschaft 2004 in Porrentruy/Pruntrut

Bei der Eröffnungsfeier hat es bereits Pfützen...
Alle schnaufen am 21. August erleichtert auf: Es hat just gereicht für eine genügende Anzahl
Wertungsflüge, d.h. die Meisterschaft ist gültig!
Lange Zeit hat es nicht gut ausgesehen: Das Wetter. Manchmal Sonne, dann wieder Regen oder eine
tiefe Wolkenbasis, und öfters Wind jenseits der offiziell zulässigen Limite. Das sind Umstände, bei
denen alle Organisationskunst der lokalen SG/GVV Thermik einfach machtlos ist. Die relativ wenigen
lokalen Segelflieger haben sich wirklich Mühe gegeben, es klappt auf dem Platz und daneben:

Der junge Michel aus Bex zieht die PilotInnen mit seiner Maule trotz "anhänglicher" Piste zuverlässig in die Höhe, die Verpflegung im Flugplatzrestaurant ist erstklassig, ebenso der eigens für die SM geschaffene Prospekt mit interessanten Informationen über den Segelkunstflug und den hier geflogenen Programmen. Wenn die PunktrichterInnen an ihrem Einsatzort gelegentlich Gummistiefel und Regenmäntel benötigen – daran sind die Pruntruter weiss Gott nicht schuld.

Viel Sonne beim Training...
...aber später ist öfter Regenzeug gefragt.

Bei der Elite wird von Anfang an klar, dass der Meistertitel nur errungen werden kann, wenn
jemand besser ist als Christian Schmid. Er führt bereits nach der bekannten Pflicht und steht
auch bei der Kür und der unbekannten Pflicht an vorderster Stelle. Matthias Schlaufer begeht
am Anfang untypisch viele Fehler, holt jedoch beim 2. und 3. Programm auf und sichert sich
Silber. Manfred Echter fängt sich in der Kür eine Höhenpenalty ein, aber am Ende reicht es dann
doch für den 3. Gesamtplatz.
Den internationalen "touch" verdanken wir dieses Jahr Michael Zistler aus Nagold/D, der sich auf
seinem zum Reisswolf mutierten Fox mit ausgeglichenen Leistungen die "Ledermedaille" holt. Stefan
Heldstab, Robert Grünenfelder und Fritz Krieger balgen sich um die Plätze 5 bis 7.
Achtung: Aus Germanien sind
gefährliche Untiere in die Ajoie eingewandert!

Philipp Glogg, Lokalmatador und gleichzeitig OK-Chef, überrascht die Konkurrenz in der Promotion
mit einem Sieg in der Bekannten Pflicht. Danach dämpft die unablässige Bodenarbeit jedoch seine
fliegerische Konzentration etwas. Dennoch verdient sich der Salto-Pilot Bronze.
Martin Götz hat mit einem 2. Rang in der Bekannten Pflicht begonnen und steigert sich mit Siegen in
der Kür und der unbekannten Pflicht. Die logische Folge: Gold in der Gesamtwertung. Bernhard Bertrand
gibt sein Bestes und erringt die Silbermedaille. Der letztjährigen Gewinnerin Mirjam Rogger läuft es
nicht nach Wunsch - Platz 4.
Ein besonderes Kränzli hat Markus Annaheim verdient: Der Promotion-Neuling startet bei wirklich
misslichen Verhältnissen und ohne Chancen für gute Noten zum letzten SM-Flug, um seiner Kategorie
eine gültige Wertung zu sichern.
Im Espoirs-Wettbewerb startet Ivo Müller als "Einzelmaske" (für Nichtbasler: alleine). Er lässt
sich deswegen den Spass am Fliegen nicht nehmen. Im Gegenteil - gleich nach dem Anlass
beginnt er mit der Ausbildung zum höheren Kunstflug.

Geschafft, trotz Wetterlaunen: Genügend Wertungsflüge
und damit eine gültige Meisterschaft!

Das Teilnehmerfeld und die Sieger der Elite

Ditto der Promotion

Und last not least, Ivo, der Einzelkämpfer in der
Espoirs
Philipp "Glöggli" Glogg ist nicht nur OK-Präsi und Teilnehmer, sondern auch für die originellen Preise verantwortlich
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Ein buchstäblich feuchtfröhliches Schlussfest rundet die trotz Wetterpech gelungene SM ab.
Ein herzliches Dankeschön an die Pruntruter Freunde für ihre erstklassige Organisation und
die Gastfreundschaft sowie an Schorsch Dörder, der als Chef-Schiri seine PunktrichterInnen
in gewohnt souveräner Art dirigiert hat!
Wir kommen gerne wieder in die Ajoie – das nächste Mal vielleicht auf den neuen Flugplatz in
Bressaucourt?
Bilder: SG Thermik (www.sg-thermik.ch/home_d.html) und A. Kormann
Kor/ 6.12.05